AAR Term 27
In der 27. AAR-Werkschau begegneten sich Wesen in neuen Erfahrungsräumen, trafen auf gesellschaftliche Verständnisfragen des Menschseins und landeten in historisch inspirierten Geschlechter-Identitätsfragen. Die Werkschau präsentierte drei künstlerische Positionen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Körperwahrnehmung, Grenzen und Selbstermächtigung auseinandersetzen. Ausgangspunkt waren persönliche und historische Bezüge ebenso wie gesellschaftliche und zwischenmenschliche Dynamiken. Installativ und performativ eröffneten die KünstlerInnen dabei Zugänge zu Fragen von Wiedererkennen, Sichtbarkeit und Bewegungsfreiheit.
Werkschau mit Performances von
zone[27] [Alba Glatz, Sophie Renger & Su Huber] | FAVEZ
Céline Weigt & Hanna Schaar | CAN YOU HEAR MY BODY TENSE
Caterina Vögel & Hannah Zauner | BLUSH
Mentoring
Bert Gstettner (Gesamtleitung, Mentor) | Andrea Nagl und Dorothea Zeyringer (Co-Mentorinnen)
Dokumentation
Programmheft AAR | Term 27 >>>
Reflexion der Leitung: Bert Gstettner >>> | Reinhard F. Handl >>>
weitere Berichte und Reflexionen beim jeweiligen Projekt
Presse
"Tanz*Hotel: AAR 27 Werkschau" Ditta Rudle über AAR | Term 27
Online via tanzschrift.at >>> oder als PDF >>>
Termine
DO 19.3., FR 20.3., SA 21.3.2026 | 19.30
Tanz*Hotel Studios | Resort 1020 | Zirkusgasse 35, 1020 Wien
Nach jeder Performance gibt es eine moderierte Reflexion und die Möglichkeit für das Publikum mit den KünstlerInnen direkt ins Gespräch zu kommen. Zum Abschluss laden wir zum allgemeinen Ausklang am Buffet.
Tickets
Wahlpreismodell €20/15/12 mit jeweils begrenztem Kontingent und freier Platzwahl: Stühle, Bodensitz- oder Stehplätze
Abendkassa ab 19 Uhr für Restplätze, nur Barzahlung möglich | 19.30 Uhr Performances
PROJEKT 1
Can You Hear My Body Tense
Performance, Konzeption Céline Weigt & Hanna Schaar
Sound Philipp Pettauer | Bühnenistallation Lea Sofie Scholl | Kostüm Paula Peters
Mentoring Andrea Nagl



Foto: Hanna Fasching | AAR Term 27 | Artists & T*H | Bildrecht
Eine installative Performance, die Erfahrungsräume von weiblich gelesenen Personen widerspiegelt. Ausgehend von diesem Blickwinkel tasten sich zwei Körper durch die Vielschichtigkeit innere Spannungsfelder. Es entsteht ein Geflecht aus weiblichen Perspektiven und sich ständig verschiebenden Realitäten. Ein Ringen um Raum, um die Möglichkeit überhaupt körperliche Form anzunehmen, inmitten gesellschaftlicher Erwartungen. Der Kampf wirkt wie ein stetiges Rauschen. Zwischen Irrsinn und Klarheit eröffnen Hanna Schaar und Céline Weigt ein Territorium, in dem Widerstand zu einem absurd poetischen Akt wird. Sie dienen einander als Resonanzraum, als Erweiterung des eigenen Körpers, unterscheidbar und doch durchlässig in ihren Grenzen. Sie bewegen sich durch Normen, durch Verdichtungen, durch das Unausgesprochene und schaffen eine Kartografie von Druck, Aufbruch und zuckender Selbstbehauptung.
Berichte der Künstlerinnen >>>
Reflexion der Mentorin >>>
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PROJEKT 2
BLUSH
Performance, Konzeption, Musik, Texte Caterina Vögel & Hannah Zauner
Kostüm Marina Schütze | Bühnenobjekte Killian Chyba
Mentoring Dorothea Zeyringer



Foto: Hanna Fasching | AAR Term 27 | Artists & T*H | Bildrecht
Wir sehen einander und werden gesehen. Wahrgenommenes wird im Gehirn verarbeitet, eingeordnet und bewertet. Caterina Vögel und Hannah Zauner beschäftigen sich im Stück „BLUSH“ mit dem Wunsch, gesehen zu werden und den Unsicherheiten, die damit einhergehen. Die Performerinnen untersuchen ihren persönlichen Umgang mit Schamgefühlen. Tanz, Musik und Text verbinden sich zu einer Konzertperformance, welche die Wirkung von Blicken, die Nuancen von Lachen und den Umgang mit Scham in den Fokus rückt.
Berichte der Künstlerinnen >>>
Reflexion der Mentorin >>>
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PROJEKT 3
favez
Konzept, künstlerische Umsetzung zone[27] [Alba Glatz, Sophie Renger & Su Huber]
Musik Sophie Renger, Dani Howard (Komposition: "Two and a half Minutes to Midnight")
Inhaltlich-historische Recherche Julio César González Pagés
Mentoring Bert Gstettner



Foto: Hanna Fasching | AAR Term 27 | Artists & T*H | Bildrecht
Enrique[ta] Favez ist eine historische Figur aus dem 19. Jahrhundert mit einer äußerst bewegten Lebensgeschichte, die gleichzeitig Mut, Widerstandsfähigkeit und Liebe widerspiegelt - und damit zu einer tiefgehenden Auseinandersetzung inspiriert. Um 1791 in Lausanne [Schweiz] geboren, studierte Enrique[ta] Favez in Paris Medizin unter dem Namen Enrique Favez. Nach der Zeit als Militärs-Arzt in Europa unter Nepoleon, migrierte Favez nach Kuba, praktizierte dort weiterhin Medizin und heiratete eine Frau namens Juana de León. Nachdem favez als "bei Geburt weiblich zugeschrieben" entkleidet worden war, folgte ein brutaler Gerichtsprozess und daraufhin die Ausweisung aus dem Land. Favez ließ sich in New Orleans nieder und lebte dort weiterhin unter dem Namen Sor Magdalena als Teil eines franziskanischen Ordens. Heute gibt es diverse Interpretationen und Lesarten der Geschichte und Figur FAVEZ. zone[27] greift Fragmente von Favez`s auf und tranformiert diese durch verschiedene Räume – Körper – Klänge – Dimensionen – Zeiten.
Berichte der KünstlerInnen >>>
Reflexion des Mentors >>>
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AAR T*H-Team
Gesamtleitung, Mentoring Bert Gstettner
Co-Mentoring Andrea Nagl, Dorothea Zeyringer
Bühnentechnik, Licht, Ton Alexander Wanko
Tribünenbau Max Gstettner, Paul Rottensteiner
Organisation, PR Luca Major
Grafik *)KorneliusTarmann_Design, Judith Rataitz
Video Ulrich Kaufmann | Fotografie Hanna Fasching
Produktion T*H/Art*Act in Kooperation mit den ResidenzkünstlerInnen
Support WienKultur, bmkoes, Wien Leopoldstadt, Bildrecht GmbH
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