TANZ*HOTEL | GAST*SPIELE
Dance Poetry Performance Festival 2025
„Sprache und Poesie als Bewegung, Musik, Körpertext – Tanzsprache.“ B.G.
Tanz*Hotel lädt zu seinen GAST*SPIELEN ins Theater am Werk Petersplatz, im Gepäck dabei Eigen-, Ko- und Gastproduktionen mit literarischem Bezug. Es ist nach 2023 das nächste T*H Crossover Festival seiner Art. Der künstlerische Leiter Bert Gstettner präsentiert im diesjährigen Themenschwerpunkt Dance Poetry Performances 2025 aktuelle Produktionen aus zeitgenössischem Tanz, Musik und Performance, die überwiegend auf literarische Quellen Bezug nehmen.
Präsentationen | Do, 16. - So, 26. Oktober 2025
19.00 Uhr Doors Open | 19.30 Uhr Performances
Theater am Werk | Petersplatz 1, 1010 Wien
Pressemappe >>>
Ausführlicher Kommentar zum Festival T*H Gast*Spiele und zum Doppelprogramm 'Deer Dreams', Robert Steijn und 'Poor Guy' von Luigi Guerrieri >>>
program 16. & 17.10. >>> program 19.10. >>> program 21. & 22.10. >>> program 24. & 25.10. >>> program 26.10. >>>
Feedback Inge Kaindlstorfer >>> Feedback Bruni Sand >>>
Beitrag Ditta Rudle >>>
Den Auftakt nehmen die GAST*SPIELE mit der Wienpremiere der T*H Eigenproduktion Fragmente*Liebe basierend auf Textkondensaten von Roland Barthes‘ Fragmente einer Sprache der Liebe. Weitere Bühne-Premieren sind die Uraufführung von Andrea Nagl mit Musik von Karlheinz Essl, Robert Steijn mit der Vorpremiere seines neuen Solos, Inge Kaindlstorfer & lux flux mit einem neuen Trio sowie die Wiederaufnahmen der Solos von Luigi Guerrieri und Natalie Campbell aus dem AAR-Programm. Erweitert und abgerundet wird das Programm mit den Musik-Performances Du Bleda Bua, eine Vertonung von Christine Nöstlingers Texten sowie den Moritaten aus dem Wienerwald von Gilbert Handler. Im kleinen Theatersaal wird im gesamten GAST*SPIELE Zeitraum die raumfüllende Bild-Musik-Installation Ariadne Fries von Christoff Wiesinger, gerahmt durch die Musik von Günther Rabl, und mit Performances von Verena Schneider (16., 19. u. 26.10.2025) zu sehen sein.
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"Gstettner seinerseits kümmert sich seit Jahren um die Unterstützung des choreografischen Nachwuchses und zeigt regelmäßig, was dabei herauskommt. Jetzt präsentiert er bis zum 26. Oktober am Petersplatz ausgewählte Stücke, darunter Arbeiten von Natalie Campbell, Lux Flux oder Robert Steijn." Helmut Ploebst, DerStandard
DAS PROGRAMM IM ÜBERBLICK: PERFORMANCE, TANZ, MUSIK, INSTALLATION
Opening Night | 16.10.2025, 19.30 Uhr
becoming [stone] | Andrea Nagl
Solo, 30min, Premiere. Aus dem aktuellen T*H Residenzprojekt AAR Term 26
Performance & Choreografie: Andrea Nagl | Soundperformance & Komposition: Karlheinz Essl
Chimeric Clone
Solo, 15min. Performance zur Raum-Installation von Christoff Wiesinger im kleinen Saal
Performance: Verena Schneider | Dramaturgie: Bert Gstettner
Fragmente*Liebe | Tanz*Hotel
Quartett, 45min, Wienpremiere
Tanz: Natalie Campbell, Misael Romero | Schauspiel: Lilly Prohaska | Schlagzeug: Jörg Mikula
Karton-Objekte: Peter Sandbichler | Kostüm: Hannah Adlaoui-Mayerl | Choreografie, Raumbühne, Shruti-Box: Bert Gstettner
17.10.2025, 19.30 Uhr
becoming [stone] | Andrea Nagl (Solo, 25min)
Fragmente*Liebe | Tanz*Hotel (Quartett, 50min)
19.10.2025, 19.30 Uhr
Chimeric Clone | Verena Schneider (Solo, 15min)
Du Bleda Bua | Schülande Engaling
Trio, 60min. Vertonung von Christine Nöstlingers "Iba die gaunz oamen Leit"
Stimme: Sarah Jung | Erweitertes Schlagzeug: Judith Schwarz | Gesang/Effekte: Anna Widauer
21. und 22.10.2025, 19.30 Uhr
zwischen zwiebeln | Natalie Campbell
Solo, 25min. Aus dem T*H Residenzprojekt AAR Term 25
Performance, Choreografie, Text: Natalie Campbell | Sounddesign: Lorenz von Hötting | Mentoring AAR Term 25: Andrea Nagl
Sonanzen | lux flux
Trio, 50min, Premiere. Aus dem aktuellen T*H Residenzprojekt AAR Term 26
Performance: Wolfgang Jagschitz, Inge Kaindlstorfer, Bruni Sand
24. und 25.10.2025, 19.30 Uhr
Deer Dreams | Robert Steijn
Solo, 45min, Wienpremiere. Aus dem aktuellen T*H Residenzprojekt AAR Term 26
Performance, Choreografie, Regie: Robert Steijn | Puppe/Kostüm: Janneke Raaphorst | Musik: Dennis Ferrer*
Poor Guy | Luigi Guerrieri
Solo, 45min. Aus dem T*H Residenzprojekt AAR Term 24
Performance, Choreografie, Text: Luigi Guerrieri | Mentoring AAR Term 24: Alberto Cissello
26.10.2025, 19.30 Uhr
Chimeric Clone | Verena Schneider (Solo, 15min) krankheitsbedingte Absage
Moritaten aus dem Wienerwald | Gilbert Handler
Duo, 60min. Subversive Lieder aus Wien und Umgebung
Musik, Performance, Gesang: Gilbert Handler, Alexandra Sommerfeld
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KLEINER SAAL | DAUERINSTALLATION & PERFORMANCES
16.-26.10.2025, 19.30 Uhr
Ariadne-Fries | Christoff Wiesinger
permanente Rauminstallation
Photographie, Installation: Christoff Wiesinger | Computermusik Odyssee: Günther Rabl
Performances Rauminstallation | 16., 19. u. 26.10.2025, 19.30 Uhr
Chimeric Clone (Solo 15min)
Performance: Verena Schneider | Dramaturgie: Bert Gstettner
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THEATERSAAL | BÜHNENPROGRAMM IM DETAIL
Fragmente*Liebe (Wienpremiere)
Tanz Natalie Campbell, Misael Romero | Schauspiel Lilly Prohaska
Schlagzeug Jörg Mikula | Kostüm Hanna Adlaoui-Mayerl | Karton-Objekte Peter Sandbichler
Textbearbeitung Bert Gstettner, Stephan Wolf-Schönburg
Text Roland Barthes: Fragmente einer Sprache der Liebe | Suhrkamp, 1984
Choreografie, Regie, Raumbühne, Shruti-Box Bert Gstettner

Fotos: Hanna Fasching 2025. Bildrecht
Das Fragment als Baustein oder Bruchstück ist das impulsgebende Element dieser Tanz-Sprach-Rhythmus-Performance entlang von Textkondensaten aus Roland Barthes‘ Fragmente einer Sprache der Liebe. Die Produktion war bereits für 2018/19 geplant. Die Realisierung ging einher mit der Einladung zum Zeitkunstfestival 2025, welches unter dem Motto Alphabet der Liebe auf Schloss Schrattenthal stattfand.
Fragmente*Liebe >>>
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becoming [stone]
Performance, Choreografie Andrea Nagl
Soundperformance, Komposition Karlheinz Essl
Geologische Begleitung Reinhard Roetzel

Fotos: Hanna Fasching 2025. Bildrecht
Zwischen Tiefenzeit und tektonischer Bewegung, Gestein und Erinnerung, sucht Andrea Nagl nach Formen der Verkörperung: Was passiert, wenn der Körper sich sedimentiert, wenn Denken sich verlangsamt, wenn Zeit zu Materie wird? Ausgehend von der mittelalterlichen Erzählung des Kidhy, Erfahrungen geologischer Feldarbeit und dem Erkenntnismoment, dass auch festes Gestein nur ein Übergangszustand ist, lädt sie in ihrer Performance dazu ein, dem „Steinsinn“ (Novalis) Raum zu geben und die Welt jenseits menschlicher Kategorien zu denken.
naglandrea.com >>> | essl.at >>> | AAR Term 26 >>>
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Sonanzen
Bruni Sand räumt die Wohnung - ein autobiographisches Gewebe
Performance Wolfgang Jagschitz, Inge Kaindlstorfer, Bruni Sand
Künstlerische Leitung Inge Kaindlstorfer | luxflux

Fotos: Hanna Fasching 2025. Bildrecht
Ausgehend von autobiographischen Texten von Bruni Sand formiert sich ein skurriles, märchenhaftes Gewebe aus Sprache, Bewegung, Tanz und live-Musik. Belangloses mischt sich mit Dramatischem - Erinnerungsräume öffnen sich, sie werden durch die Aktionen der PerformerInnen zum Klingen gebracht: Es entstehen unterschiedlichste Musterungen, immer wieder werden einzelne Fäden aufgenommen, in überraschenden Zusammensetzungen neu verflochten. Das gemeinsame Spiel im Hier und Jetzt stört die mögliche Nostalgie. Die PerformerInnen entkommen ihrem Dämmern und erwecken sich gegenseitig - staunend über die nie endenden Möglichkeiten Mensch zu sein.
luxflux.at >>> | AAR Term 26 >>>
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Deer Dreams
- the end of patriarchy, prayer for a cosmic body
Performance, Choreografie Robert Steijn
Puppe/Kostüm Janneke Raaphorst | Musik Dennis Ferrer
Dank Laterna (Oslo), ImFlieger (Vienna), Eindorf Gallery (Vienna), The New Dionysian Portal (Brussels), Fruits of life (Kreuzlingen) and Tanz*Hotel

Fotos: Hanna Fasching 2025. Bildrecht
We are living in tumultuous times, as we are in the midst of the last days of patriarchy. It is time to change our attitude toward control and domination, particularly in our relationship with planet Earth. In this solo, Robert reflects on the place of human life in the cosmos. How we humans fit into an ecosystem that is not based on the survival of the fittest through aggression, exploitation, and exclusion. Through dance and image, the solo explores a collective mindset that celebrates interconnectedness and inclusion. Robert Steijn has long studied the alchemy of the moment when the sun embraces the moon: the time of the eclipse to change our perception of reality - prayer for a cosmic body - the end of patriarchy.
Robert Steijn @ Insta >>> | AAR Term 26 >>>
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zwischen zwiebeln
Performance, Choreografie, Text, Objekte Natalie Campbell
Sound & Sounddesign Lorenz von Hötting
AAR Term 25 Mentoring Andrea Nagl

Foto: Hanna Fasching 2025. Bildrecht
"zwiebeln hats immer gegeben, hat die omama schön geknüpft einen zopf und aufgehängt."
Die Gemeine Zwiebel (allium cepa) ist eine Pflanzenart der Familie Lauch. Beim Zwiebelschneiden werden Schwefelverbindungen freigesetzt, die unsere Augen reizen und Tränen verursachen. Die Kulturtechnik des Zwiebelschneidens wird von der Großmutter zur Mutter zur Tochter vererbt. An der Matrilinie entlang folge ich den abgeworfenen Zwiebelschalen meiner Familie. Versuche Schicht um Schicht tiefer zu kommen, zu meinen zwiebelschneidenden Ahninnen. Lederhäutig, Gartenerde unter den Fingernägeln. Haben wir einen gemeinsamen Kern?
Insta: @nat_ali_campbell >>> | AAR Term 25 >>>
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Poor Guy
Performance, Choreografie, Text Luigi Guerrieri
AAR Term 24 Mentoring Alberto Cissello

Foto: Hanna Fasching 2025. Bildrecht
POOR GUY ist ein narzisstisches Projekt, das eine narzisstische Welt mit den eigenen Waffen schlägt. In dieser Performance geht es um mich, mich, mich, MICH. ICH! Ich bin der arme Kerl. Ich bin der arme pan-sexuelle Zigeuner. POOR GUY ist eine performative Autoethnographie mit dem Ziel, Narrative der Selbstverwirklichung und Identitätsfindung durch Trauma-Plots und Opferrolle zu entwerfen.
www.luigiguerrieri.com >>> | AAR Term 24 >>>
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Ariadne-Fries | Rauminstallation
Photographie und Installation Christoff Wiesinger
Computermusik "Odyssee" Günther Rabl
Im Ariadne-Fries von Christoff Wiesinger wird im fragmentarisch überlagerten Bild, die Geschichte eines Ringens mit sich selbst und anderen erzählt, vollführt von der Tänzerin Verena Schneider.
Akustisch begleitet wird die bildnerische Installation durch die Computermusik Odyssee von Günther Rabl, eine Komposition, die in tiefere zeitliche Schichten führt und von fernen Ereignissen berichtet.
christoff-wiesinger.at >>> | canto-crudo.at >>> (Günther Rabl)
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Chimeric Clone
Performances zur Rauminstallation 16., 19., 26.10.2025
Performance Verena Schneider
Dramaturgie Bert Gstettner

Fotos: Hanna Fasching 2025. Bildrecht
Die Performerin oszilliert zwischen zwei Ikonen der griechischen Mythologie und tanzt den Übergang, die Risse und die Verbindung zwischen der splitternackten Ariadne und ihres geschwisterlichen Minotauros. Verena Schneider war auch das Modell für Christoff Wiesingers Photographie-Fries und spiegelt somit performativ ihre Abbildung.
verein-freifall.com >>> (Verena Schneider)
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Du Bleda Bua
Performance Schülande Engaling alias
Stimme Sarah Jung | Erweitertes Schlagzeug Judith Schwarz | Gesang/Effekte Anna Widauer
Ausgangstext Christine Nöstlinger: Iba die gaunz oamen Leit | 1. Aufl., Wien: Dachs Verlag, 1996

Das Trio Schülande Engaling interpretiert Texte aus Christine Nöstlingers im Wiener Dialekt verfassten Gedichtband Iba die gaunz oamen Leit aus 1996. Christine Nöstlinger beschreibt darin persönliche Abgründe, Menschen in Abhängigkeit, in Armut, suchtkrank, ausgegrenzt und dennoch strahlen ihre Figuren eine unglaubliche Stärke und Anziehung aus. Die Texte berühren tief und lassen trotz aller Tragik Platz für den typisch Wienerischen schwarzen Humor und Schmäh. Das Trio möchte Nöstlingers Gedanken und Geschichten ins Melodiöse führen und entwickelt, ausgehend von den Texten, Klangräume mit denen sie versuchen das Innenleben, oder die emotionale Kraft der Texte durch die Musik nach außen zu kehren. Dabei kann die Musik den Text nur umrahmen oder aufmachen. Letzteres in unterschiedlichster musikalischer Form, von Improvisation bis zu fixierten Songstrukturen und rein Instrumentalem.
schülande engaling >>>
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Moritaten aus dem Wienerwald
Performance, Gesang Gilbert Handler, Alexandra Sommerfeld

Es ist etwas passiert. Die Menschen haben Sachen gemacht, für die man gemeinhin im Gefängnis landet. Gilbert Handler hat den Wienerwald und sein Umland abgegrast. Nach den großen und kleinen Gesetzesbrecherinnen und Gesetzesbrechern aus den letzten Jahrzehnten, und ihnen mit seinen Moritaten aus dem Wienerwald ein wunderbares Denkmal gesetzt. Besungen werden der legendäre Einbrecherkönig Johann Schani Breitwieser, Jack Unterweger, die Todesengel von Lainz, die Klosterneuburger Schielediebe sowie weniger bekannte und glücklose Charaktere mit krimineller Ader. Wie die Musik dazu klingt? Ein bisschen nach Prater, Urfahraner- und Leopoldimarkt, Filmsoundtrack, Wienerlied und natürlich nach großer, weiter Welt!
gilbert-handler.com >>>
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T*H GAST*SPIELE TEAM
Künstlerische Leitung, Programm Bert Gstettner
Technische Leitung, Lichtdesign Veronika Mayerböck
Organisation, Koordination Claudia Bürger
Produktionsassistenz Limara Wriesnig
Grafik KorneliusTarmann_Design, Judith Rataitz
Video Sigrid Friedmann, Ulrich Kaufmann
Fotos Hanna Fasching
Produktion Tanz*Hotel / Art*Act Kunstverein
Kooperation Theater am Werk
Support Kulturamt der Stadt Wien | Bildrecht
