TANZ*HOTEL | GAST*SPIELE

„Sprache und Poesie als Bewegung, Musik, Körpertext – Tanzsprache.“ B.G.

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Tanz*Hotel lädt zu seinen GAST*SPIELEN ins Theater am Werk Petersplatz, im Gepäck dabei Eigen-, Ko- und Gastproduktionen mit literarischem Bezug. Es ist nach 2023 das nächste T*H Crossover Festival seiner Art. Der künstlerische Leiter Bert Gstettner präsentiert im diesjährigen Themenschwerpunkt Dance Poetry Performances 2025 aktuelle Produktionen aus zeitgenössischem Tanz, Musik und Performance, die alle auf literarische Quellen Bezug nehmen.

Den Auftakt nehmen die GAST*SPIELE mit der Wienpremiere der T*H Eigenproduktion Fragmente*Liebe basierend auf Textkondensaten von Roland Barthes‘ Fragmente einer Sprache der Liebe. Weitere Bühne-Premieren sind die Uraufführung von Andrea Nagl mit Musik von Karlheinz Essl, Robert Steijn mit der Vorpremiere seines neuen Solos, Inge Kaindlstorfer & lux flux mit einem neuen Trio sowie die Wiederaufnahmen der Solos von Luigi Guerrieri und Natalie Campbell aus dem AAR-Programm.
Erweitert und abgerundet wird das Programm mit den Musik-Performances Du Bleda Bua, eine Vertonung von Christine Nöstlingers Texten sowie den Moritaten aus dem Wienerwald von Gilbert Handler.
Im kleinen Theatersaal wird im gesamten GAST*SPIELE Zeitraum die raumfüllende Bild-Musik-Installation Ariadne Fries von Christoff Wiesinger, gerahmt durch die Musik von Günther Rabl, und mit Performances von Verena Schneider (16., 19. u. 26.10.2025) zu sehen sein.

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Präsentationen | Do, 16. - So, 26. Oktober 2025 
19.00 Uhr Doors Open | 19.30 Uhr Performances
Theater am Werk | Petersplatz 1, 1010 Wien
Info, Tickets TaW >>>

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PROGRAMM IM ÜBERBLICK | PERFORMANCE - TANZ, MUSIK, ACTS

Opening Night | 16.10.2025, 19.30 Uhr 
becoming [stone] | Andrea Nagl
Solo, 25min, Premiere. Aus dem aktuellen T*H Residenzprojekt AAR Term 26
Performance & Choreografie: Andrea Nagl | Soundperformance & Komposition: Karlheinz Essl

Chimeric Clone
 Solo, 15min. Performance zur Raum-Installation von Christoff Wiesinger im kleinen Saal
Performance: Verena Schneider | Dramaturgie: Bert Gstettner

Fragmente*Liebe | Tanz*Hotel 
Quartett, 50min, Wienpremiere
Tanz-Performance: Natalie Campbell, Misael Romero | Text-Performance: Lilly Prohaska
Schlagzeug-Performance: Jörg Mikula | Regie & Choreografie: Bert Gstettner

17.10.2025, 19.30 Uhr
becoming [stone] | Andrea Nagl (Solo, 25min)

Fragmente*Liebe | Tanz*Hotel (Quartett, 50min)

19.10.2025, 19.30 Uhr
Chimeric Clone | Verena Schneider (Solo, 15min)

Du Bleda Bua | Schülande Engaling
Trio, 60min. Vertonung von Christine Nöstlingers Texten
Stimme: Sarah Jung | Erweitertes Schlagzeug: Judith Schwarz | Gesang/Effekte: Anna Widauer

21. und 22.10.2025, 19.30 Uhr
Zwischen Zwiebeln | Natalie Campbell
Solo, 20min. Aus dem T*H Residenzprojekt AAR Term 25
Performance, Choreografie, Text: Natalie Campbell | Sounddesign: Lorenz von Hötting | Mentoring AAR Term 25: Andrea Nagl

Sonanzen | lux flux
Trio, 30-40min, Premiere. Aus dem aktuellen T*H Residenzprojekt AAR Term 26
Performance: Wolfgang Jagschitz, Inge Kaindlstorfer, Bruni Sand

24. und 25.10.2025, 19.30 Uhr
Deer Dream | Robert Steijn
Solo, 40min, Wienpremiere. Aus dem aktuellen T*H Residenzprojekt AAR Term 26
Regie, Performance: Robert Steijn | Puppe/Kostüm: Janneke Raaphorst | Musik: Dennis Ferrer*

Poor Guy | Luigi Guerrieri
Solo, 40min.  Aus dem T*H Residenzprojekt AAR Term 24
Konzeption, Performance: Luigi Guerrieri | Mentoring AAR Term 24: Alberto Cissello

26.10.2025, 19.30 Uhr
Chimeric Clone | Verena Schneider (Solo, 15min)

Moritaten aus dem Wienerwald | Gilbert Handler 
Duo, 60min. Subversive Lieder aus Wien und Umgebung
Musik, Performance, Gesang: Gilbert Handler mit Alexandra Sommerfeld

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KLEINER SAAL | DAUERINSTALLATION & PERFORMANCES

16.-26.10.2025, 19.30 Uhr
Ariadne-Fries | Christoff Wiesinger
permanente Rauminstallation
Fotografie, Installation: Christoff Wiesinger | Computermusik Odyssee: Günther Rabl

Performances Rauminstallation | 16., 19. u. 26.10.2025, 19.30 Uhr 
Chimeric Clone (Solo 15min) 
Performance: Verena Schneider | Dramaturgie: Bert Gstettner

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THEATERSAAL | BÜHNENPROGRAMM IM DETAIL

Fragmente*Liebe (Wienpremiere)
Tanz-Performance  Natalie Campbell, Misael Romero | Text-Performance  Lilly Prohaska
Schlagzeug-Performance  Jörg Mikula | Kostüm  Hanna Adlaoui-Mayerl
Textbearbeitung  Bert Gstettner, Stephan Wolf-Schönburg
Text  Roland Barthes: Fragmente einer Sprache der Liebe | Suhrkamp, 1984
Choreografie, Regie, Bühnenbild  Bert Gstettner

Das Fragment als Baustein oder Bruchstück ist das impulsgebende Element dieser Tanz-Sprach-Rhythmus-Performance entlang von Textkondensaten aus Roland Barthes‘ Fragmente einer Sprache der Liebe.
T*H F*L >>>

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becoming [stone]
Performance, Choreografie  Andrea Nagl
Soundperformance, Komposition  Karlheinz Essl

Körper wird Spur. Bewegung wird Geologie. Poesie wird Ort. Zwischen Tiefenzeit und tektonischer Bewegung, zwischen Gestein und Erinnerung, sucht die Tänzer-Choreografin Andrea Nagl nach Formen der Verkörperung: Was passiert, wenn der Körper sich sedimentiert, wenn Denken sich verlangsamt, wenn Zeit Materie wird?
becoming [stone] - coming stone be - coming stone - one stone - st one - on - ・
naglandrea.com >>> | essl.at >>> | AAR Term 26 >>> 

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Sonanzen 
Bruni Sand räumt die Wohnung
ein autobiographisches Gewebe
Künstlerische Leitung, Performance  Inge Kaindlstorfer / lux flux
Performance  Wolfgang Jagschitz, Bruni Sand

Ausgehend von autobiographischen Texten von Bruni Sand formiert sich ein skurriles, märchenhaftes Gewebe aus Sprache, Bewegung, Tanz und live-Musik. Belangloses mischt sich mit Dramatischem - Erinnerungsräume öffnen sich, sie werden durch die Aktionen der PerformerInnen zum Klingen gebracht: Es entstehen unterschiedlichste Musterungen, immer wieder werden einzelne Fäden aufgenommen, in überraschenden Zusammensetzungen neu verflochten. Das gemeinsame Spiel im Hier und Jetzt stört die mögliche Nostalgie. Die PerformerInnen entkommen ihrem Dämmern und erwecken sich gegenseitig - staunend über die nie endenden Möglichkeiten Mensch zu sein.
luxflux.at >>> |  AAR Term 26 >>> 

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Deer Dream
- the end of patriarchy, prayer for a cosmic body
Regie, Performance  Robert Steijn
Puppe/Kostüm  Janneke Raaphorst  |  Musik  Dennis Ferrer
Dank  Laterna (Oslo), ImFlieger (Vienna), Eindorf Gallery (Vienna), The New Dionysian Portal (Brussels), Fruits of life (Kreuzlingen) and Tanz*Hotel 

We are living in tumultuous times, as we are in the midst of the last days of patriarchy. It is time to change our attitude toward control and domination, particularly in our relationship with planet Earth. In this solo, Robert reflects on the place of human life in the cosmos. How we humans fit into an ecosystem that is not based on the survival of the fittest through aggression, exploitation, and exclusion. Through dance and image, the solo explores a collective mindset that celebrates interconnectedness and inclusion. Robert Steijn has long studied the alchemy of the moment when the sun embraces the moon: the time of the eclipse to change our perception of reality - prayer for a cosmic body - the end of patriarchy.
Robert Steijn @ Insta >>> |  AAR Term 26 >>> 

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zwischen zwiebeln
Performance, Choreografie, Text, Objekte  Natalie Campbell
Sound & Sounddesign  Lorenz von Hötting
AAR Term 25 Mentoring, künstlerische Begleitung  Andrea Nagl

"zwiebeln hats immer gegeben, hat die omama schön geknüpft einen zopf und aufgehängt."

Die Gemeine Zwiebel (allium cepa) ist eine Pflanzenart der Familie Lauch. Beim  Zwiebelschneiden werden Schwefelverbindungen freigesetzt, die unsere Augen reizen und Tränen verursachen. Die Kulturtechnik des Zwiebelschneidens wird von der Großmutter zur Mutter zur Tochter vererbt. An der Matrilinie entlang folge ich den abgeworfenen Zwiebelschalen meiner Familie. Versuche Schicht um Schicht tiefer zu kommen, zu meinen zwiebelschneidenden Ahninnen. Lederhäutig, Gartenerde unter den Fingernägeln. Haben wir einen gemeinsamen Kern?
Insta: @nat_ali_campbell >>> | AAR Term 25 >>> 

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Poor Guy
Konzeption, Performance  Luigi Guerrieri
AAR Term 24 Mentoring  Alberto Cissello

POOR GUY ist ein narzisstisches Projekt, das eine narzisstische Welt mit den eigenen Waffen schlägt. In dieser Performance geht es um mich, mich, mich, MICH. ICH! Ich bin der arme Kerl. Ich bin der arme pan-sexuelle Zigeuner. POOR GUY ist eine performative Autoethnographie mit dem Ziel, Narrative der Selbstverwirklichung und Identitätsfindung durch Trauma-Plots und Opferrolle zu entwerfen.
www.luigiguerrieri.com >>> | AAR Term 24 >>>

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Ariadne - Fries | Rauminstallation
Fotografie und Installation  Christoff Wiesinger
Computermusik "Odyssee"  Günther Rabl

Im Ariadne - Fries von Christoff Wiesinger wird im fragmentarisch überlagerten Bild, die Geschichte eines Ringens mit sich selbst und anderen erzählt, vollführt von der Tänzerin Verena Schneider.
Akustisch begleitet wird die bildnerische Installation durch die Computermusik Odyssee von Günther Rabl, eine Komposition, die in tiefere zeitliche Schichten führt und von fernen Ereignissen berichtet.
christoff-wiesinger.at >>> | canto-crudo.at >>> (Günther Rabl)

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Chimeric Clone
Performances zur Rauminstallation 16., 19., 26.10.2025

Performance  Verena Schneider
Dramaturgie  Bert Gstettner

In der Performance chimeric clone oszilliert Verena Schneider zwischen den zwei Ikonen der griechischen Mythologie und tanzt den Übergang, die Risse und die Verbindung zwischen der splitternackten Ariadne und dem monströsen Minotauros.
verein-freifall.com >>> (Verena Schneider)

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Du Bleda Bua
Performance  Schülande Engaling alias
Stimme  Sarah Jung | Erweitertes Schlagzeug  Judith Schwarz | Gesang/Effekte  Anna Widauer
Ausgangstext  Christine Nöstlinger: Iba die gaunz oamen Leit | 1. Aufl., Wien: Dachs Verlag, 1996

Das Trio Schülande Engaling interpretiert Texte aus Christine Nöstlingers im Wiener Dialekt verfassten Gedichtband Iba die gaunz oamen Leit aus 1996. Christine Nöstlinger beschreibt darin persönliche Abgründe, Menschen in Abhängigkeit, in Armut, suchtkrank, ausgegrenzt und dennoch strahlen ihre Figuren eine unglaubliche Stärke und Anziehung aus. Die Texte berühren tief und lassen trotz aller Tragik Platz für den typisch Wienerischen schwarzen Humor und Schmäh. Das Trio möchte Nöstlingers Gedanken und Geschichten ins Melodiöse führen und entwickelt, ausgehend von den Texten, Klangräume mit denen sie versuchen das Innenleben, oder die emotionale Kraft der Texte durch die Musik nach außen zu kehren. Dabei kann die Musik den Text nur umrahmen oder aufmachen. Letzteres in unterschiedlichster musikalischer Form, von Improvisation bis zu fixierten Songstrukturen und rein Instrumentalem.
schülande engaling >>>

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Moritaten aus dem Wienerwald
Performance, Gesang  Gilbert Handler mit Alexandra Sommerfeld

Es ist etwas passiert. Die Menschen haben Sachen gemacht, für die man gemeinhin im Gefängnis landet. Gilbert Handler hat den Wienerwald und sein Umland abgegrast. Nach den großen und kleinen Gesetzesbrecherinnen und Gesetzesbrechern aus den letzten Jahrzehnten, und ihnen mit seinen Moritaten aus dem Wienerwald ein wunderbares Denkmal gesetzt. Besungen werden der legendäre Einbrecherkönig Johann Schani Breitwieser, Jack Unterweger, die Todesengel von Lainz, die Klosterneuburger Schielediebe sowie weniger bekannte und glücklose Charaktere mit krimineller Ader. Wie die Musik dazu klingt? Ein bisschen nach Prater, Urfahraner- und Leopoldimarkt, Filmsoundtrack, Wienerlied und natürlich nach großer, weiter Welt!
gilbert-handler.com >>>

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T*H GAST*SPIELE TEAM
Künstlerische Leitung, Programm  Bert Gstettner
Technische Leitung  Thomas Bechter / TaW | Petersplatz
Grafik  Kornelius Tarmann, Judith Rataitz
G*S Video  Sigrid Friedmann, Ulrich Kaufmann
G*S Fotos  Hanna Fasching
Produktion  Tanz*Hotel / Art*Act Kunstverein
Kooperation  Theater am Werk 
Support  Kulturamt der Stadt Wien | Bildrecht

Theater am Werk >>>