STATION*CORPUS

TANZ*HOTEL - 'is underground and goes under-ground' -

und bezieht sein Quartier für drei Wochen in den Kellergewölben des Vienna Art Center auf der Freyung.

Die räumlichen Gegebenheiten stellen uns vor die Herausforderung einer interaktiven Bespielung.
Im Spannungsfeld zwischen dem historischen Flair der Räume und der Gegenwärtigkeit von zeitgenössischen
Auffassungen von Tanz und Körper entfaltet sich die choreographische und performative Arbeit: Der Raum wird Körper, der Körper wird Bühne.

Ein essayistischer Exkurs in der Choreographie und künstlerischen Gesamtleitung von Bert Gstettner,
in dem das Publikum von zwölf Performern durch zwölf Räume im Zeichen des Körpers geleitet wird.
Auf seinem Weg durch das Labyrinth begegnet der Zuschauer sowohl Versatzstücken aus Kunst- und Kulturgeschichte
als auch immer wieder – sich selbst. In der hautnahen Begegnung mit den Performern erlebt er sich abwechselnd
als Voyeur und Akteur, als Körper im Kollektiv geborgen und als Individuum, ausgesetzt den Blicken anderer.

Station*Corpus – ein untergründiges Stationendrama für alle Sinne.

Premiere: 20. November 2001, Vienna Art Center/Freyung 6, A-1010 Wien
Aufführungen: 20. November bis 1. Dezember 2001. Täglich außer Montag | Matinée: 25. November 2001

Corpus,
Behälter für Herz und Seele,
Organkasten, Lymphkommode
Corpus ist Essenz,
der gemeinsame Nenner,
unverrückbar, gültig gleichbleibend derselbe
Mein Leib
Zwiebel, Schatten Scholle und Schicht,
eine zeitlich-räumliche Ausbuchtung
vergib und vergiß
(Alexander Strauß)

 
Fotos: PNTGM

 Presse
Station*Corpus Teil 2 - Vienna Art Center
aufgeführt im November 2001
"Stationen einer Nervenkrise. (...) Zum visuellen Höhepunkt gerät das Bankett mit dem 'Ballett der Körperteile': Auf einem langen Tisch tanzen Zungen, Finger, Ellenbogen, Knie im Takt zu Robert Spours maschinellen Klängen. Die Fragmente wachsen schließlich zusammen, aus dem Dunkel streben verzückte Wesen empor: Tänzer, die das Finale als stramm agierendes Corps de ballet bestreiten."
DER STANDARD; Ursula Kneiss, 23.11.01      

"Körper-Kunst-Gwölb. (...) Wie ein begehbarer Setzkasten zum Thema wirkt das Aufsuchen der Schauorte.(...) Im Körpertheaterpuzzle findet man sich an einem langen Tisch wieder und erlebt dort den Höhrpunkt des spukhaften, fast vorweihnachtlich zu empfindenden Spiels: Ein Zungen-, Finger- und plötzlich zu
ganzen Körpern werdendes Menschengewinde aus zwölf Performern, das einen in das nächste Gwölb des
ehemaligen Weinkellers zieht. Die Aktionen sind humorvoll. (...)"
KURIER, Andrea Amont, 22.11. 01

"Das Tanz*Hotel im Schottenstift. Gstettners Tanz*Hotel hat es geschafft! Mit jeder Aufführung wurde der Innovationsfaktor gesteigert - und jetzt:
Das Tanz*Hotel geht "underground" und verwandelt in einer riesigen Raumperformance den Keller des Schottenstiftes in eine eigene Welt. (...) Zur heimeligen Geräuschmodulation von Robert Spour wird ein Festmahl im Bankettsaal eröffnet. Aus der Tafel schälen sich Körper, entfalten eine Choreografie der Worte und Bewegungen. Das untergründige Stationendrama wird da zum effektvollen Ganzen."
KRONENZEITUNG, Oliver Werner, 29.11.01

Station*Corpus Teil 1 - dietheater, Künstlerhaus Wien
aufgeführt beim Image Festival am 6./7. März 2001
"Was zählt ist der Körper. Den herzhaftesten Beitrag lieferte bisher Bert Gstettner, der mit seinem Tanz*Hotel den ersten Teil seiner Recherchen unter dem Titel "Station*Corpus" zeigte. In knapp gehaltenen Entwürfen untersucht er mit vier Tänzern die darstellbaren Fähigkeiten des Körpers. Das führt auch zu humoristischen Szenen, die das im Tanz nicht eben von Heiterkeit verwöhnte Publikum dankbar annahm."
KURIER, Andrea Amont, 9.3.2001

"Körperkraft und Leidenschaft. Recherchen 1 zeigt in fünf Abschnitte gegliederte, zum Teil sehr humorvolle Assoziationen. Kurzchoreografien die unter anderem an, den "Body" stählende Exercitien modernster Fitnesskultur erinnern, Torsi in Bewegung, die aus dem Bühnendunkel leuchten oder eine witzige Persiflage militärischen Drills."
NEUE ZEIT, Annemarie Klinger, 8.3.2001

"Gegenwartstanz auf hohem Niveau. Anders versteht Bert Gstettner in seinem Work in Progress "Station*Corpus" den Körper als Landschaft.
Wie aufgebaart liegen Tänzer auf der Bühne, von deren Leibern bei jeder minimalen Bewegung
zunächst Schinken- und Fleischstücke abfallen."
SALZBURGER NACHRICHTEN, Silvia Kargl, 22.3.2001

 
Fotos: Bernd Uhlig, Berlin

Team
Choreographie / Regie  Bert Gstettner    Raumbühne Gernot Sommerfeld   
Musik Robert Spour   Video Otto Jekel   Kostüm Renée Diamant   Beleuchtung Klaus Greif
Tanz/Performance  Zdeno Dlhos, Tanja Pastonjicki, Regina Ramsl, Alexander Strauß;
Lucia Riccelli, Stephanie Cumming, Margot Fuchs, Daniela Keimel, Christian Fallmann,
Dominik Mayrhofer-Grünbühel, Mariusz Jedrzejewski, Alexandra Maria Marcus
Regieassistenz  Ina Rager   Kommunikation Gabriel Diakowski   Koordination Veronica Wunderlich   
Produktion  Tanz*Hotel / Art*Act Kunstverein / Bert Gstettner