RIESEN*ZWERGE

>>>english >>>

Ein satirisches Tanztheater mit kleinen Gesten und Riesensprüngen

PREMIERE: 22. März 2017, 19.00 Uhr

Spielserie März: 23.3., 10.00 Uhr | 24.3., 10.00 Uhr | 25.3., 19.00 Uhr | 26.3., 16.30 Uhr
Spielserie April: 20.4., 10.30 Uhr | 21.4., 10.30 & 19.00 Uhr | 22.4., 19.00 Uhr | 23.4., 16.30 Uhr

 DSCHUNGEL WIEN - Theaterhaus für junges Publikum, MQ | Museumsplatz 1, 1070 Wien >>>Tickets/Reservierung>>>

>>>Programmheft>>>   |   >>>Teaser>>>


Foto: Max Moser, 2016

Episodenhaft und teils auf skurrile Weise wird aus der Sicht von fünf heranwachsenden Jungs und drei Erwachsenen die heutige Welt unter das Vergrößerungsglas genommen. Die Auswüchse ihrer alltäglichen medialen Reizüberflutung stehen dem „real life“ gegenüber und sie bedürfen der Zwischenräume und der Kunst der Verwandlung. Jungs tragen Bärte, weil sie wie Männer sein wollen, Erwachsene gebärden sich wie Clowns, weil sie wie Kinder spielen möchten. Kleine Genies und große Maulhelden werden zu Riesen und Zwergen und bleiben bei alldem einfach Menschen.

Es wird getanzt, gerappt, parodiert – und dabei alles verarbeitet, was sich gerade abspielt in der großen, weiten Welt. Kein Halt vor „global playern“, Politikern und „wannabes“, die real und virtuell versuchen, sich breit zu machen. Und mitten drinnen der eigene kleine Kosmos: „geliked“ wird, was gefällt, oder man macht sich gleich selbst zum viralen Videostar – wer spielt den Riesenzwerg und wer ist wahrlich ein Zwergriese?

Bert Gstettners choreografische Inszenierung ist ein Zusammenspiel aus Tanz, Theater, Zirkus und Musik. Für ihn geht es in Riesen*Zwerge um Gegensätze, Dimensionen und Proportionen und darum, wie junge Menschen diese mitgestalten und verändern können. Im von Matthias Mollner gestalteten Bühnenbild bewegen sich die Performer im Spannungsverhältnis zwischen Klein–Groß, Jung–Alt, Realität–Märchen/Fiktion. Im Vordergrund steht das Generationen verbindende Zusammenspiel zwischen Jungs und Erwachsenen. Dabei entführen sie, zur Musik von Günther Rabl, in eine mythische Welt, die an Zaubermärchen und fantastische Orte erinnern lässt.

Riesen*Zwerge ist nach Herr*Jemineh hat Glück und Wild*Things die neueste Produktion, in der die jungen Darsteller der Tanz*Hotel Junior*Company mit professionellen Tänzern/Darstellern zusammenarbeiten.

 
Alle Fotos: Akos Hargitay, Matthias Mollner, Max Moser. Wien 2017

 PRESSEMELDUNGEN

"Wow! Die Tanz*Hotel (T*H) Junior Company ist zur Zeit ein heißer Tipp in Town. In ‚Riesen*Zwerge’ schlägt Bert Gstettner neue Saiten an: Streng durchkomponiert und sorgfältig geprobt, wird hier gerappt, parodiert, akrobatisch getanzt und gemimt. Hier holt der Choreograf die Jugendlichen zu sich und bringt sie auf ein professionelles Niveau. Selten hat man im weiten Feld des ‚Kindertanzes’ qualitativ Vergleichbares gesehen. (...) In neun Episoden wird unsere Trump-Epoche der Gewalt und Brutalität nachgezeichnet. Doch nicht als Wiederholung der Tagesnews. Vielmehr wird der Zeitgeist auf einer märchenhaften Ebene abgehandelt. (...) Die Kids wurden gefordert, aber nicht überfordert und sind sicher an ihrer Aufgabe gewachsen. Die kontinuierliche Arbeit des Teams zeigt eine großartige Entwicklung, und es bleibt zu hoffen, dass das Tanz*Hotel noch viele Kinder auf diesem Weg begleiten kann."
>>>Tanz.at – Edith Wolf Perez>>>

 

„Bert Gstettners Jugendtanzstück im Dschungel Wien. (...) Nie unlässig wirken, keinen Augenblick pathetisch oder ‚engagiert’ daherkommen. Das öffnet die Tore zum jungen Publikum. In Riesen*Zwerge sind erst einmal die Großen klein, und die Burschen mokieren sich über die Statusgeilheit der Erwachsenen: ‚Hier im gläsernen Tower / hab ich allein die Power ...’. Der rappige Knittelsprech passt zur Lächerlichkeit der vorgeführten Popanze (...). Im Programmfolder zitiert Gstettner Michel Serres' Worte von einer ‚panischen Angst’ junger Menschen, ‚in diese elende Gesellschaft einzutreten, die von uns Erwachsenen geschaffen wurde’. Diese beinharte Anklage nicht in verstörende, sondern spielerisch in ironische Szenen zu packen, ist bei Riesen*Zwerge ebenso gelungen wie die Ermutigung, sich keine ‚Alternativlosigkeit’ einreden zu lassen. Das Tanzstück Riesenzwerge ist weniger ‚gut’ gemacht als genau richtig. Die Darsteller von Gstettners Tanz*Hotel Junior*Company meistern fast alle Situationen, überwiegend sind sie wunderbar.“
>>>DerStandard – Helmut Ploebst>>>

 

„Aus dem anfänglichen Rollentausch-Spiel wird in acht Szenen oft bitterer Ernst. Der Titel (...) demaskiert tänzerisch, musikalisch und szenisch so manch Angst machende ‚Kleine’, die sich zu recht Mächtigen aufplustern – vom Trumpel-Zwerg bis zum Band-Wurm.“
>>>KiKu – Heinz Wagner>>>

 

TEAM
CHOREOGRAFIE/INSZENIERUNG/SKRIPT   Bert Gstettner
PERFORMANCE/TANZ/CO-CHOREOGRAFIE   Ákos Hargitay, Arne Mannott, Stefan Ried
T*H JUNIOR*COMPANY   Benni Angelov, Luis Aue, Max Gstettner, Myron Olev, Herbert Pirker
BÜHNENBILD   Matthias Mollner | KOSTÜM   Hanna Adlaoui Mayerl | MUSIK   Günther Rabl
REGIEASSISTENZ   Vera Skala | HOSPITANZ   Jasmin Konir | ORGANISATION   Claudia Bürger
PRODUKTION   Tanz*Hotel / Art*Act Kunstverein
MIT UNTERSTÜTZUNG VON   WienKultur, Bildrecht GmbH

 WienKultur | www.bildrecht.at

      

 
Karte: Kornelius Tarmann Design, 2017